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Die Idee des Deutschen Reformators Martin Luther haben zu Beginn des 16. Jahrhunderts auch deutliche Spuren in der Schweiz hinterlassen. Hyldrich Zwingli und Johannes Calvin haben Luthers Ideen aufgenommen, weiterentwickelt und den Schweizer Verhältnissen angepasst. Wir nehmen Sie mit auf eine Reise durch die Geschichte der Reformation - vom 16. Jahrhundert bis zum heutigen Tag.
 

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Seit 1433 wird in der freien Reichsstadt Basel Papier hergestellt, und die Konzilsstadt (1431) gehört zu den ältesten Druckorten in Europa. Der erste aktenkundige Drucker in Basel heisst Berthold Ruppel aus Hanau (1473), er wohnte zuerst am unteren Heuberg.

Sebastian Meyer, einer aus dem späteren Kreis der Berner Reformatoren, wird in Neuenburg am Rhein geboren. Meyer, der in Basel Theologie studiert, ist einer der ersten, der sich öffentlich zur Reformation stellte. Der Franziskanerprediger liest Luthers Schriften und nimmt auch an der Zürcher Disputation von 1523 teil. 1524 wird er aus Bern vertrieben, doch 1536 erneut nach Bern berufen, wo er auch als Prediger tätig ist – nach dem Tod Hallers. Meyer wirkt im Sinne der Versöhnung im Abendmahlsstreit mit den Lutheranern. Doch es kommt später nicht zur Annahme der „Wittenberger Konkordie“. In der Täuferdisputation 1538 bezichtigt Meyer die Täufer, eine „Synagoge des Satans“ zu errichten. Er bittet später um Entlassung aus seinem Amt und kehrt nach Strassburg zurück, wo er 1545 stirbt.

Um 1465 kommt auch Franz Kolb in Inzlingen bei Lörrach D zur Welt und studiert später in Basel. Der Magister ist ab 1507 als Feldprediger mit Schweizer Söldnern in Italien, kritisiert aber das Söldnerwesen nach der Rückkehr scharf. 1512 geht er nach Nürnberg ins Kloster und wird dort Luther-Anhänger. 1522 ist er am Chorherrenstift in Bern, wo er als scharfer und radikal kritisierender Prediger auffällt. Er muss darauf Bern verlassen, kehrt jedoch später als Prediger zurück. Über seine innere Wandlung ist nichts bekannt. 1524  schreibt er eine Bekenntnisschrift, die eine Annäherung an Zwingli zeigt. Kolb wirkt als Gehilfe des Berner Reformators Berchtold Haller. Er stirbt 1535 in Bern.

Niklaus Emanuel, genannt Deutsch (Alleman) kommt vermutlich in Bern zur Welt. Der Dichter-Maler wird 1510 (oder 1512) Mitglied des Grossen Rates. Dann verdingt er sich als Reisläufer und arbeitet nach der Rückkehr zuerst als Maler. Seine papstkritischen Fasnachtsspiele, die er um 1523 verfasst, bereiten in der Bevölkerung den reformatorischen Kurs vor. Sein berühmter Berner Totentanz, den er am Dominikanerkloster ausführt (1516–1519) und dessen 41 Szenen er mit Versen über die Vergänglichkeit des Lebens begleitet, hat antiklerikale Züge. (Der 80 m lange Zyklus wurde 1660 zerstört). Von 1528 an bis zu seinem Tod 1530 wirkt Niklaus Manuel als Kleiner Rat, wie auch als Reformator. 1528 ist er Mitorganisator des Bildersturms.

Geburtsjahr Huldrych Zwinglis, der aus Wildhaus im Toggenburg (SG) stammt und Zürichs Refomator wird nach seiner Berufung 1519 zum Leutpriester am Grossmünster.

Geburtsjahr Joachim von Watt, Vadian genannt, der St. Gallens Reformator wird. Der humanistische gebildete Universalgelehrte wird 1518 zum Stadtarzt berufen und später Bürgermeister St. Gallens.

Johannes Comander, mit ursprünglichem Namen Dorfmann, kommt in Maienfeld (GR) als Sohn armer Eltern zur Welt. Nach Studienjahren in Basel, wo er sich mit dem späteren Zürcher Reformator Huldrych Zwingli befreundet, wirkt er zuerst als Priester im Entlebuch (LU).

Eine neue Kanzel wird im Schiff des Basler Münsters eingebaut. Darin zeichnet sich der liturgische Wandel ab: Statt der Eucharistie und des Abendmahls wendet man sich vermehrt dem Wort zu und der Predigt. Für die bildungshungrigen Städter genügten die vielen „Stillen Messen“, die die Priester ohne Beisein der Gemeinde verlasen, immer weniger.

Guillaume Farel, der spätere Reformator Neuenburgs (frz. Neuchâtel), kommt in Les Farelles bei Gap in der Dauphiné (F) zur Welt. 1509 beginnt er mit seinem Studium an der Sorbonne-Universität. Vermutlich 1519 wendet er sich zu den reformatorischen Ideen hin nachdem er Luthers Schriften gelesen hat. Er und sein humanistischer Lehrer Faber Stapulensis predigen bald evangelisch in der Stadt, zuerst noch ungehindert. Dann flieht Stapulensis. Auch Farel geht, zuerst nach Meaux zu einem reformfreundlichen Bischof. 1523 wird er vertrieben und reist nach Strassburg, Zürich, Bern und Basel. Farel nimmt an Disputationen teil, doch die Gegner vertreiben den Heisssporn immer wieder.

Berchtold Haller, der spätere Reformator der Stadt Bern, kommt in Aldingen in Württemberg zur Welt. Nach dem Theologiestudium wirkt er als Lehrer und kommt 1513 nach Bern. 1520 wird er Chorherr und Leutpriester am Münster. 1521 besucht er Zwingli, der sein Freund und Berater wird. 31 Briefe der beiden, die lateinisch miteinander korrespondierten, blieben erhalten. Hallers und Meyers  zaghafte Reformversuche stossen auf heftigen Widerstand. Zwingli ermutigt ihn „ die wilden Bären zu zähmen“, sonst wäre Haller abgereist zu Gelehrtenstudien nach Basel. 1529 heiratet er. Haller wirkt als umsichtiger Vermittler zwischen Guillaume Farel im Westen und Heinrich Bullinger im Osten, das heisst zwischen calvinistischer und Zürcher Reformation. Gegen die Täufer wollte er nicht mehr als einen „Bann“ aussprechen.

Unterstützt wird Haller vom Dichter-Maler Niklaus Deutsch (1484-1530), der antikatholische Fasnachtsspiele schreibt, die grosses Echo finden. Auf seinem Totentanz (Gemälde) an der Friedhofmauer des Dominikanerklosters geht er mit dem Klerus nicht zimperlich um.

Der letzte in Basel wohnhafte Bischof Christoph von Utenheim lädt die Geistlichkeit zu einer Synode ins Münster ein, wirbt für mehr Bildung und eine Reduktion der Bordellbesuche durch die Prediger. Man verhöhnt ihn aber nur an der Fasnacht.

Jean Cauvin, später Johannes Calvin genannt, kommt im französischen Noyon (Picardie) zur Welt. Nach strengen Schulen in Paris studiert er 1528-31 in Orléans und Bourges auf Wunsch des Vaters Jurisprudenz. Sein Vater stand bereits unter dem kleinen Kirchenbann. 1533 ist Calvin Doktor der Rechte. Verschiedene Reisen und humanistische Studien folgen.

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