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Eigentlich beginnt St. Gallens Reformationsgeschichte in Wildhaus im Toggenburg. Dort kam 1484 Huldrych Zwingli zur Welt, der später Reformator Zürichs wurde. In der Stadt, die um die Abtei herum wuchs, waren aber andere für die reformatorische Wende am Werk: der aus einer begüterten St. Galler Kaufmannsfamilie stammende Joachim von Watt (1484–1551), Vadian genannt, Stadtarzt, dann Bürgermeister, der als St. Gallens Reformator gilt, sowie Johannes Kessler (1502/3–1574), der die grosse Reformationschronik «Sabbata» verfasste. Sein Wohnhaus und eine Gedenktafel entdeckt man an der Schmiedgasse.

Joachim von Watt ging nach dem Besuch der städtischen Lateinschule als Siebzehnjähriger zum Studium an die Universität Wien, wo er möglicherweise schon 1501 Zwingli traf, der eben sein Studium beendete. Die beiden Männer befreundeten sich später und schätzten sich sehr. Vadianus, wie er sich nannte, schloss sich der modernen humanistischen Richtung an, wurde Magister der Künste und vom Kaiser offiziell zum (lateinischen) Dichter gekrönt. Der begabte und viel gereiste St. Galler Universalgelehrte wirkte auch als Dekan und wurde sogar Rektor in Wien. Doch die Liebe zur Heimatstadt und vielleicht sein praktischer Sinn bewirkten eine Lebenswende.

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