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Das Christentum in Südkorea lebt. Und dies, so die verbreitete Meinung, vor allem in der protestantischen evangelikalen Version. Unter dem Slogan «Morgen wird das geschehen, wofür wir heute beten» jubeln Evangelikale auf einschlägigen Websites über das Wirken Gottes im südlichen Teil der koreanischen Halbinsel zwischen China und Japan, die rund zweieinhalb Mal so gross ist wie die Schweiz. «Das ehemals buddhistische Land hat heute fast zwanzig Prozent Evangelikale», heisst es.

Diese Aussage ist aber laut Chai Sooil, Theologieprofessor an der Hanshin-Universität in Seoul, falsch. In Südkorea bezeichnet sich weiterhin mindestens ein Viertel der Bevölkerung als dem Buddhismus zugehörig. Richtig ist zwar, dass von den fünfzig Millionen Einwohnern rund zwanzig Prozent zum Christentum gehören. Aber diese sind keineswegs alle evangelikal. Darunter hat es erstens eine Minderheit Katholiken, und zweitens gliedern sich die Reformierten in rund hundert Denominationen auf. Südkorea ist ein multikulturelles Land, geprägt von Schamanismus, Buddhismus, Konfuzianismus – und eben Christentum.

In vierzig Jahren von null auf hundert

Das Land hat in den vergangenen 45 Jahren eine enorme Beschleunigung in Richtung Moderne erlebt. Dazu gehören Demokratisierung und Industrialisierung, beides unter massivem Einfluss der USA. Die erfolgreiche Industrie in den Bereichen Automobilbau – der Slogan «Alles dabei – Hyundai!» hat sich hierzulande eingeprägt –, Elektronik, Stahl und Schiffbau machen Südkorea trotz massiven Einbrüchen vor 15 Jahren und in den Jahren der Finanzkrise zu einem Musterbeispiel für prosperierende Marktwirtschaft.


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