Im Sommer 1553 trifft Elisabeth von Calenberg-Göttingen in Hannover ein. Die Geschichtsschreibung wird sie später als die grosse Reformationsfürstin bezeichnen, deren Wirken tiefe Spuren in der kirchlich-religiösen Landschaft im heutigen Niedersachsen hinterlassen hat. Doch nach der verlorenen Schlacht von Sievershausen im Sommer 1553 erinnert nichts mehr an eine herrschaftliche Herzogin.

Die 42-jährige Elisabeth war tief gefallen. Die politischen Machtspiele, die zugleich auch immer konfessionelle Machtspiele waren in der Reformationszeit, bezahlte sie mit einem hohen Preis. Vertrieben von ihrer Residenz in Münden, entmachtet und verarmt, findet sie Heimat in der Sprache der Poesie. Obwohl sie gemeinsam mit ihrer Tochter Katharina ein Leben führt, das vom Kampf um das tägliche Brot gezeichnet ist, tragen ihre Gedichte nicht einseitig den Tenor der Klage. Ihre geistlichen Lieder aus dieser Zeit sind das Zeugnis einer Frau, die sich selbst immer dankbar als Geschöpf Gottes verstanden hat und darum auch ihr Leben und ihr politisches Wirken unter Gottes Schutz und Begleitung gestellt hat. So dichtete sie im Jahr 1555: «Durch dich mein Gott Vermag ich viel mit Lust und Liebe ich weiche dahin Nach Gottes Willen. Aus diesem Tal der Betrübnisse schwer, sanft und bin stille, Was Gott zu mir geredet hat, Das wird er an mir beweisen.» Elisabeth ist Zeit ihres Lebens sicher: Gottes Wort hält, was es verspricht.

Hörprobe

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